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Braune und weiße Champignons auf einer Arbeitsfläche und in einer Schale
16.10.2026

Spot on Pilze!

Der Wald ruft zur Schatzsuche

Der Wald ruft, es ist Pilzesammeln-Zeit. Gudrun sagt euch, was erlaubt ist, wo's sich lohnt und was Martin daraus zaubert.

Kaum wird's im Wald feucht, macht der Waldboden, was er am liebsten tut: Er treibt Pilze aus. Wer jetzt mit offenen Augen durch die Wälder rund um Gossensass streift, findet zwischen Moos und Lärchennadeln kleine Schätze mit Hut. Pilze zu sammeln, ist Schatzsuche für Erwachsene – und mit einem grandiosen Ende: Abendessen. Aber Vorsicht, bevor ihr loszieht: Im Wipptal gelten fürs Pilzesammeln Regeln.

Fangen wir also damit an. Gesammelt wird nur an geraden Kalendertagen, zwischen 7 und 19 Uhr. Als Urlauber dürft ihr ein Kilo pro Person und Tag pflücken. Dafür braucht's eine kostenpflichtige Genehmigung der Gemeinde sowie einen gültigen Personalausweis. Beachtet beim Pilzesammeln die goldene Regel: Korb statt Plastiktüte. So fliegen die Sporen unterwegs weiter und der Wald hat auch nächstes Jahr noch was zu bieten. Rechen, Harken, Humus umgraben? Striktes No-Go. Die Förster kontrollieren – wer schummelt, zahlt saftig.

Die besten Spots? Tja. Die verrät hier keiner. Nicht mal Gudrun. Ein gutes „Schwamml-Platzl“ ist heiliger als jedes Familien-Knödel-Rezept. Aber so viel sei verraten: In den Nadelwäldern der Seitentäler – Pflerschtal, Ridnaun, Pfitschtal – stehen die Chancen gut. Steinpilze mögen's bei Fichte und Lärche, Pfifferlinge lieben Lichtungen. Ganz wichtig: Nur einpacken und essen, was ihr hundertprozentig sicher erkennt. Im Zweifel bleibt der Pilz stehen oder wandert zur Pilzberatungsstelle. Schön aussehen und genießbar sein sind beim Schwammerl nämlich zwei Paar Stiefel.

Und wenn der Korb voll ist? Kommt der beste Teil. Das Verkochen. Küchenchef und Gastgeber Martin kennt jede Menge Rezepte – cremiges Steinpilzrisotto, Knödel mit Eierschwammerl, ein herzhaftes Pilzragout. Und ab und zu taucht aus Gudruns altem Kochbuch noch ein Pilzgericht auf, das auf eurem Teller landet. Ehrlich, bodenständig, genau richtig nach einem Tag im Wald.

Danach? Zurück bei Gudrun. Müde Beine ab in den Wellnessbereich, den Waldduft noch in der Nase, draußen färbt sich der Tribulaun langsam rosa. Ihr lehnt euch zurück, lächelt, denn: Der Fundort bleibt euer Geheimnis.

Gudrun
Familie Mair // Alte Postgasse 8
39041 Gossensass // Italien
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